20. November 2018

Aktuelle Ausstellung

 

 

Leidenschaft Farbe

In einer biografischen Schau eint die Leidenschaft zur Farbe diese beiden gegensätzlichen Künstlercharaktere.

 

Hilla Jablonsky (geb. 1922)

Hilla Jablonsky, geboren am 17. September 1922 in Dudweiler/Saar, ist aufgewachsen in Nordfriesland und Ostholstein. Ihr Leben und ihre Werke sind geprägt von Krieg und Kriegsverlusten, vom Leben unterm Deich und am Meer. Nach dem Krieg will Jablonsky an die Kunsthochschule. Doch die wenigen Plätze sind den heimkehrenden Männern vorbehalten. Hilla Jablonsky wird in den 1950er Jahren in Plön bei Alexej von Assaulenko, einem Absolventen der Leningrader Schule, ausgebildet. In den 1960er Jahren befasst sie sich während einer Werkstattausbildung in Bremerhaven bei Cameron Hoover mit abstraktem Expressionismus und nimmt in Dangast Unterricht zum Thema magischer Realismus bei Franz Radziwill. Hier entstammt das für ihre Arbeiten typische “Radziwill-Rot”. Mit Studien bei Albert Paris Gütersloh vervollständigt sie ihre Ausbildung.

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Die weitgehend der informellen Malerei zuzuordnende Künstlerin Hilla Jablonsky entwickelt eine untrüglich individuelle, sinnlich bisweilen spirituell bestimmte Bildsprache. Kennzeichnend für diese poetische Version der informellen Malerei ist die Dialektik zwischen kraftvoll wilder, freier Gestik und kontrollierter Bildregie, eine Tendenz, die sich auch in ihrer umfangreichen Lyrik widerspiegelt. “Hätte es die Kunstform des Informel nicht gegeben, so hätte man sie für Hilla Jablonsky erfinden müssen”, (Zitat Reinhild Jacobsen). Kraftvoll, wild und frei – sind Attribute, die auch die Künstlerin kennzeichnen. Sie gibt sich ganz der revolutionären Kunstrichtung einer gestisch-abstrakten Malerei hin und lehnt das Konzeptionelle vehement ab; lebenslang befreit sie ihre Malweise von Konzept und Form.

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Hermann Kunz (1925-2010)

Geb. 23. November 1925 in Waldbröl, gestorben 19. November 2010 in Waldbröl.
1942-1943 die Werkschule Köln.
1945-1952 Studium an der Staatlichen Kunstakademie Düsseldorf bei den Professoren Werner Heuser, Wilhelm Schmurr, Ewald Mataré; Meisterschüler bei Prof. Otto Pankok.
1948-1952 Teilnahme an den Ausstellungen in Düsseldorf, Galerie Mutter Ey, Rheinische Sezession mit Otto Pankok, Bruno Goller.
Seit 1952 freischaffender Künstler; verschiedene Lehrtätigkeiten.
1956 Studienreise nach Italien – Beschäftigung mit Wandmalereien der Frührenaissance, Studienreisen nach Frankreich, Holland, Belgien, Spanien, Griechenland.
Mitbegründer der Oberbergischen Künstlervereinigung und der Gruppe Pro Solo.

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Hermann Kunz (1925-2010) zeigt eine starke Prägung durch seinen Lehrmeister, dem Expressionisten Otto Pankok. Als dessen Meisterschüler in den Ende 40er- und Anfang 50er-Jahren an der Staatlichen Kunstakademie Düsseldorf lässt sich in seinen expressionistischen Holzschnitten in Schwarz-Weiß-Druck die Hand von Otto Pankok erkennen. Mit seinen frühen Akademiebildern steht Hermann Kunz in der Tradition der Klassischen Moderne. Den Akademie-Zwängen entzieht er sich in den 60er-Jahren mit dem Tachismus zuzuordnenden Bildern, um später in einem expressionistischen Ausdruck gegenstandslose und gegenständliche Malerei zu verbinden. Sein “Bild-im-Bild” mit der gegensätzlichen Spannung im Raum wird eines seiner großen Gestaltungsziele. Bis zu seinem Tod vergeht kein Tag ohne Pinsel und Leinwand.

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