19. April 2019

Leidenschaft Farbe

 

 

Rückschau Ausstellung „Leidenschaft Farbe“

Hilla Jablonsky (geb. 1922) und Hermann Kunz (1925-2010)


Hilla Jablonsky
(geb. 1922)

Die Lebenslinien der heute mit 95 Jahren hochbetagten Künstlerin passen zu ihrem künstlerischen Lebenswerk. So fand gerade bei ihr die unmittelbare Übersetzung ihrer Lebenserfahrungen in ihre bildnerische und literarische Arbeit statt, weil sie es auch bei ihrem Schaffen bewusst zugelassen hat.

Ihre Ausstellungstätigkeit beginnt die Künstlerin Mitte der 1960er Jahre. Es folgen in den weiteren Jahrzehnten zahllose Ausstellungen im In- und Ausland sowie die Veröffentlichung ihrer Gedichte. Kunstpreise und Ehrungen zeichnen die Künstlerin aus, so erhält sie die August-Macke-Medaille in Bonn und ist Mitbegründerin des dortigen Frauenmuseums.

siehe dazu die [Biografie]

In der langen Liste der berühmt gewordenen informellen Künstler findet man kaum den Namen einer Frau.  Daher ist es etwas ganz Besonderes, dass wir der Malerin und Lyrikerin Hilla Jablonsky begegnen dürfen. Man muss wissen, dass die lyrisch-abstrakte bildnerische Arbeit dieser Informel-Künstlerin mit ihrer literarischen Lyrik in einer sich stets ergänzenden, überaus engen Bindung steht.

siehe dazu mehr in der [Pressemitteilung]

 

Hermann Kunz (1925-2010) zeigt eine starke Prägung durch seinen Lehrmeister, dem Expressionisten Otto Pankok. Als dessen Meisterschüler in den Ende 40er- und Anfang 50er-Jahren an der Staatlichen Düsseldorfer Kunstakademie lässt sich in seinen expressionistischen Holzschnitten in Schwarz-Weiß-Druck die Hand von Otto Pankok erkennen.

siehe dazu mehr in der [Biografie]

Mit seinen frühen Akademiebildern steht Hermann Kunz in der Tradition der Klassischen Moderne. Den Akademie-Zwängen entzieht er sich in den 60er-Jahren mit dem Tachismus zuzuordnenden Bildern, um später in einem expressionistischen Ausdruck gegenstandslose und gegenständliche Malerei zu verbinden. Sein „Bild-im-Bild“ mit der gegensätzlichen Spannung im Raum wird eines seiner großen Gestaltungsziele. Nach zahlreichen Studienreisen kehrt er zurück in seine ländliche Heimat und gibt sich in ruhiger Zurückgezogenheit seiner ungemeinen Malleidenschaft hin. Nach zahlreichen Studienreisen kehrt er zurück in seine ländliche Heimat und gibt sich in ruhiger Zurückgezogenheit seiner ungemeinen Malleidenschaft hin. Große Bescheidenheit kennzeichnet diesen Künstler, der bis zu seinem Tod keinen Tag ohne Pinsel und Leinwand sein konnte.

siehe dazu mehr in der [Pressemitteilung]